Gault&Millau Weinguide 2019 - Die Preisträger

Gault&Millau Weinguide 2019

München, 31.10.2018

Sperrfrist für Veröffentlichung: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 18 Uhr

Die Bilder der Preisträger und Preisverleihung sind hier abrufbar. Das Cover des Weinguides können Sie hier herunterladen.

 

Winzer des Jahres: Fritz und Friedrich Keller, Baden

Zum 26. Mal zeichnet der Gault&Millau Weinguide die besten Winzer und Weine Deutschlands aus. Zu „Winzern des Jahres“ kürte die Redaktion Fritz und Friedrich Keller aus Baden. Sieben Weine erhalten in diesem Jahr die Höchstnote von 100 Punkten.

Am 13. November 2018 erscheint der Gault&Millau Weinguide 2019 im Münchner ZS Verlag. Für die neue Ausgabe des Leitmediums der deutschen Weinbranche begutachtete und bewertete das 18-köpfige Team um Chefredakteurin Britta Wiegelmann 1065 Weingüter und über 11.500 Weine. „Es ist uns eine Freude, Bühne und Botschafter für das deutsche Weinschaffen zu sein, ein Hin-Führer zu Weinkultur und ­genuss in sämtlichen Facetten“, so Britta Wiegelmann. „Unsere diesjährigen Preisträger zeigen aufs Schönste, was heute in Wein-Deutschland möglich ist: Wir ehren eine souveräne Generationenübergabe, die Wiedergeburt einer Ikone und eine junge Winzerin mit ganz eigener Vision.“

 

Winzer des Jahres:

Fritz und Friedrich Keller, Weingut Franz Keller, Baden

Zu Winzern des Jahres kürte die Redaktion Fritz Keller und seinen Sohn Friedrich aus Vogtsburg-Oberbergen am Kaiserstuhl, Baden. „Zupacken und Loslassen, Fritz Keller kann beides. Mit Herz, Hand und Verstand hat er das Weingut seines Vaters noch größer gemacht. Nun legt er es vertrauensvoll in Sohn Friedrichs Hände. Gemeinsam schreiben die Beiden die Geschichte fort – die Weine sind expressiver und persönlicher denn je“, würdigt der Gault&Millau das Duo. Und weiter: „Die hier vorgestellte Kollektion übertrifft in puncto Eleganz und Ausdruck alles auf diesem Traditionsweingut bisher Dagewesene und zeugt von der kundigen wie mutigen Hand von Friedrich, der das in ihn gesetzte Vertrauen und die frühe Verantwortung selbstbewusst und souverän zu nutzen weiß.“ Für diese Leistung erhält das Weingut vier von fünf möglichen Trauben.

 

Aufsteiger des Jahres:

Albert Behler, Weingut Karthäuserhof, Ruwer

Zum Aufsteiger des Jahres wählten die Experten den Karthäuserhof in Trier-Eitelsbach an der Ruwer. Das Gut blickt auf über 750 Jahre Weinbautradition zurück und verfügt mit dem Eitelsbacher Karthäuserhofberg über eine Monopollage von Weltruf. In den letzten Jahren hatte es an Strahlkraft verloren. Dank Albert Behler, so die Redaktion, erlebe es nun eine Wiedergeburt: „Mit Umsicht und Weitsicht bringt Albert Behler ein Juwel der deutschen Weinkultur wieder zum Funkeln. Einst waren die Weine des Karthäuserhofs Legende – nun strahlen sie in neuem Glanz. Kristallklar und quellfrisch erzählen sie von ihrer großen Vergangenheit und einer hellen Zukunft.“ Die Gault&Millau-Equipe vergibt dafür drei rote Trauben.

 

Entdeckung des Jahres:

Simone Adams, AdamsWein, Rheinhessen

Die Entdeckung des Jahres kommt aus Rheinhessen. Simone Adams übernahm 2010 nach dem Tod des Vaters über Nacht das Familienweingut und stellte es konsequent neu auf. „Mit scharfem Geist, glasklarer Vision und großem Feingefühl gibt Simone Adams den Burgundersorten Profil“, so die Redaktion „Die Kalkböden ihrer Heimat Ingelheim fängt sie authentisch und zugleich mit ganz persönlicher Handschrift ein – und verhilft so einem alten Terroir zu neuem Ausdruck.“. Im Gault&Millau Weinguide 2019 erhält sie drei Trauben.

 

Sieben Mal 100 Punkte

Sieben Weine zeichnet der Gault&Millau 2019 mit der Höchstnote von 100 Punkten aus. „Immer wieder stellt man mir die Frage, ob sich beispielsweise die besten deutschen Spätburgunder wirklich mit den Top-Pinots aus dem Burgund messen können“, so Chefredakteurin Britta Wiegelmann. „Meine Überzeugung ist: ja, absolut. Und zwar gerade, weil es keine Kopien sind. Die Weine, die wir dieses Jahr mit 100 Punkten würdigen, erzählen mit atemberaubender Präzision, Finesse, Harmonie und Emotion von ihrem einmaligen deutschen Terroir. Sie sind unvergleichlich – und reihen sich genau deshalb gleichberechtigt unter die größten Gewächse der Welt ein.“ Die 100-Punkter sind:

2017 Birkweiler Kastanienbusch Riesling Großes Gewächs
Weingut Ökonomierat Rebholz, Pfalz

2013 Riesling R
Weingut Peter Jakob Kühn, Rheingau

2015 Gutedel Jaspis 10hochvier
Weingut Ziereisen · Baden

2016 Malterdinger Bienenberg Spätburgunder Wildenstein Großes Gewächs
Weingut Bernhard Huber, Baden

2016 Bürgstadter Hundsrück Spätburgunder Großes Gewächs
Weingut Rudolf Fürst, Franken

2013 Spätburgunder RdP
Weingut Knipser, Baden

2011 Brut Nature
Weingut Aldinger, Württemberg

  

Drei neue 5-Trauben-Güter

Drei Betriebe steigen neu in die 5-Trauben-Gruppe und damit in die Kategorie „Weltklasse“ auf. Es handelt sich um die Weingüter Georg Breuer (Rheingau), Salwey (Baden) und Ziereisen (Baden). Damit umfasst die Spitzengruppe nun insgesamt 20 Betriebe. „Die drei Aufsteiger glänzen nicht nur seit Jahren mit Spitzenqualität, sie bestechen auch mit einer ganz eigenen Handschrift“, so Britta Wiegelmann.

 

67 neue Weingüter, 4064 Empfehlungen unter 10 Euro

Ganz gezielt haben sich die Experten des Gault&Millau – hochkarätige Fachleute wie Master of Wine Janek Schumann, der erste vereidigte Weinsachverständige Deutschlands Otto Geisel oder die vielfach ausgezeichnete Sommelière Natalie Lumpp – in den vergangenen Monaten darangemacht, die weißen Flecken auf der Gault&Millau­ Landkarte zu füllen. Für die neue Ausgabe des Guides begutachtete das Team über 150 Neubewerber. 67 davon schafften es ins Buch, darunter Einsteiger mit Topbewertungen von bis zu drei Trauben. Außerdem enthält der neue Gault&Millau 4064 Weinempfehlungen unter 10 Euro.

 

Der Gault&Millau Weinguide 2019 erscheint am 13. November 2018 im Münchner ZS Verlag (1058 Seiten, 39.99 €).

Sperrfrist: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 18 Uhr!

  

So bewertet der Gault&Millau Weinguide

Die Bewertung der Betriebe

5 Trauben: Weltklasse
4 Trauben: Deutsche Spitze
3 Trauben: Sehr gut
2 Trauben: Gut
1 Traube: Aufstrebend
Blatt: Empfehlenswert

Rote Trauben: Diese Betriebe bilden die Spitze ihrer Kategorie

 

Die Bewertung der Weine

99 bis 100 Punkte: Einzigartig
Weine, die man nicht mehr besser machen kann. Wahre Weltklassegewächse mit Potenzial für Jahrzehnte.

95 bis 98 Punkte: Herausragend
Außergewöhnliche Weine von höchster Harmonie, Eigenständigkeit, Vielschichtigkeit, Finesse und Eleganz. Für die Reife gemacht.

90 bis 94 Punkte: Ausgezeichnet
Beeindruckende Weine mit großer Komplexität und Tiefe, ausgeprägter Typizität und sehr gutem Reifepotenzial.

88 bis 89 Punkte: Sehr gut
Sehr gute Weine mit Ausdruck und Charakter sowie einem guten Reifepotenzial.

84 bis 87 Punkte: Gut
Ausgewogene, rebsortentypische Weine. Von der Qualität deutlich über dem Durchschnitt.

Weine unter 84 Punkten erscheinen nicht im Buch.

 

Das Credo des Gault&Millau Weinguides

Der Gault&Millau Weinguide ist Bühne und Botschafter der deutschen Weinkultur. Respekt- und genussvoll setzen wir uns mit allen Facetten des Themas Wein auseinander. Folgende Grundsätze leiten unser Tun:

Klare Kaufempfehlungen
Jeder Wein in diesem Guide ist eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Vielfalt
Wir bilden die ganze Vielfalt der deutschen Weinlandschaft ab – Rebsorten, Weintypen, Stilistiken, Arbeitsweisen – und freuen uns an der persönlichen Handschrift des Winzers.

Respekt der Betriebsphilosophie
Wir sind stets bestrebt, den Betrieb und seine Philosophie zu verstehen, und betrachten den Wein in diesem Kontext.

Fokus aufs Positive
Wir führen den Leser konsequent hin zum Positiven, Entdeckenswerten und Besonderen.

Ganzheitliche Sichtweise
Wein ist kein simples Produkt, sondern Genussmittel, Naturerzeugnis, Kulturgut, Lebenswerk. Als solches würdigen wir ihn und seine Macherinnen und Macher.


Über Gault&Millau

Der Gault&Millau begleitet und fördert gute Küche und den kulinarischen Fortschritt seit über 40 Jahren. Gegründet von den Pariser Journalisten Henri Gault und Christian Millau, erscheint der Restaurant-Guide seit 1972 in Frankreich. Die erste deutsche Ausgabe kam 1983 heraus. Von Beginn an engagiert sich der Gault&Millau besonders für kreative Küche sowie die Entdeckung und Förderung junger, aufstrebender Talente. Der Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, bietet nicht nur Bewertungen, sondern auch detaillierte Beschreibungen von Gerichten und unterhaltsam-kritische Texte. Aktuell gibt es den Gault&Millau in 12 Ländern, darunter Frankreich, Schweiz, Österreich und Australien, weitere zehn Länder werden in kürzester Zeit folgen. Seit 1978 gibt es den französischen, seit 1993 den deutschen Gault&Millau Weinguide, der die besten Winzer sowie deren aktuelle und beste Produkte beschreibt und bewertet

Über den ZS Verlag

Der ZS Verlag mit Sitz in München bündelt mit seinen Büchern und digitalen Angeboten über 30 Jahre Ratgeberkompetenz in den Bereichen Kulinarik, Fitness und Gesundheit. Das Verlagsmotto „jetzt leben!“ steht für Genuss, Inspiration, Unterstützung und Motivation. ZS greift hochaktuelle Themen auf und publiziert mit seinen renommierten Autoren Bücher und Ebooks, die sich durch hochwertigste Fotografie, Grafik und Haptik auszeichnen. Im November 2015 erweiterte ZS sein Geschäftsfeld um den PREGO cookbookstore im Eataly-Markt in der Münchner Schrannenhalle. Seit Januar 2016 verantwortet ZS das Buchgeschäft des Dr. Oetker Verlages in Bielefeld im Rahmen einer langfristig ausgerichteten Lizenz. Mit der im Juni 2017 übernommenen Lizenz für Gault&Millau Deutschland ist ZS der deutsche Partner der weltweit renommierten Koch- und Genuss-Community. Darüber hinaus erscheinen seit Herbst 2017 die Bücher der Marke Phaidon sowie die Titel des Labels Moewig unter der Regie des ZS Verlags. Der ZS Verlag gehört zur Unternehmensgruppe der Edel AG in Hamburg.

 

Pressekontakt:

ZS Verlag GmbH
Miriam Bouquet
Manager Communications
bouquet@zsverlag.de
Tel.: 089-548-2515-298