Man hat selbst in der Hand, ob man schmerzfrei und aktiv lebt!

Kategorie: Allgemein

Ein Gastbeitrag von unserem Autor Christian Neureuther

Sport und Bewegung sind elementare Bausteine für ein langes, gesundes, aktives und glückliches Leben. Das gilt erst recht für Menschen mit Arthrose. Aber die richtige Bewegung muss es sein und Spaß muss sie machen, damit man bei der Stange bleibt.

Never give up. Auch mit Arthrose aktiv und lebenslustig sein!

Ich bin selbst Arthrose-Patient und habe, zusammen mit Prof. Dr. Christian Fink, einem bekannten Innsbrucker Unfallchirurgen und Orthopäden, ein Programm entwickelt, das Arthrose-Patienten hilft, (wieder) in Schwung zu kommen und ihr ganz persönliches Bewegungsprogramm zu finden. Als Leistungssportler bin ich es gewohnt, mich nach einer Niederlage immer wieder aufzurappeln. Viele Menschen aber brauchen dazu Hilfe. Deswegen geben wir in dem Buch eine Vielzahl praktischer Tipps zum Dranbleiben, motivierende Erfahrungsberichte sowie Bewegungsprogrammen und Übungen für den Alltag. Und verraten kleine Tricks, wie Sie trotz Arthrose noch ihren Lieblingssport ausüben können.

© Christian Neureuther

Die Diagnose Arthrose bedeutet sich die komplette Umwälzung des bisherigen Lebens.

Wenn sie die Diagnose Arthrose bekommen, denken viele Leute ja, dass jetzt gar nichts mehr so sein wird wie vorher und dass sie zum Beispiel nicht mehr Ski fahren oder bergsteigen können. Das ist Schmarrn. Das Leben ist nicht vorbei. Man muss zwar vielleicht manches neu ordnen, aber man kann trotzdem viel Spaß haben. Viele schaffen so eine Umstellung jedoch nicht allein. Natürlich beeinflusst der Arthrose-Schmerz den Alltag und den Gemütszustand vieler Patienten massiv. Studien haben aber gezeigt, dass Menschen, die körperlich und sozial aktiv sind, weniger Schmerzen haben. Das wissen noch viel zu wenige.

© Ottobock

Ganz wichtig ist, immer wieder etwas Schönes zu planen, besondere Momente.

Das kann ein spezieller Sonnenuntergang sein, so wie der im vergangenen Winter oben am Wank. Rosi und ich sind mit der Nachmittagsgondel raufgefahren und noch 15 Minuten zum Rosswank und zum Gipfelkreuz gelaufen. Es war ein unglaubliches Erlebnis, wie der rote Feuerball langsam hinter dem Kramer untergegangen ist. Wir haben deswegen die letzte Gondel verpasst und mussten zu Fuß zur Mittelstation absteigen, wo uns Felix dann mit dem Auto abgeholt hat. Eine Woche war danach an Sport nicht mehr zu denken, aber ich würde es wieder tun. Geben Sie sich nicht mit der Normalität zufrieden. Suchen Sie Auswege aus dem Alltag und ‚Peaks‘ fürs Leben.

Ich möchten meinen Lesern Mut machen.

Ich will sagen: Ihr habt Arthrose, das ist bitter und tut weh und ist mit Einschränkungen verbunden. Daneben gibt es aber trotzdem viel Neues und Schönes zu entdecken. Bitte bleibt auf der Suche und gebt nicht auf. Bleibt nicht daheimsitzen, das wäre das Schlechteste. Entscheidend ist die positive Erfahrung, dass ich mich trotz Arthrose weiterhin bewegen kann, wenn auch etwas eingeschränkt. Ich merke, wie die regelmäßige Bewegung meinem Knie guttut und die Aktivität, besonders in der Natur, meinen Gemütszustand verbessert. Dabei versuche ich immer, im Rahmen des Möglichen das Beste aus meiner Situation zu machen. Und das trotz, oder gerade wegen der Krankheit.

© Michael Wilfling

 

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