Emotionen beeinflussen unsere Gesundheit

Kategorie: Allgemein

Ein Gastbeitrag von unserem Autor Prof. Albrecht Hempel:

Gefühle bestimmen maßgeblich, ob wir gesund oder krank werden. Wenn wir uns mit ihnen auseinandersetzen, können wir deswegen viel dafür tun, in ein kraftvolles, gesundes und glückliches Leben hineinzuwachsen. Gerade für Betroffene mit psychosomatischen Beschwerden, aber auch für alle, die die Dimension von Gefühlen im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit verstehen wollen, ist dies eine wichtige Botschaft!

Positive Gefühle sind der Schlüssel zur Selbstheilung
Als Kardiologe und ganzheitlicher Mediziner zeige ich Ihnen, was Gefühle sind, warum und wie sie entstehen und wann und in welchem Maße wir auf sie hören können. Gerade bei schwierigen Gefühlen wie Angst oder Wut ist es wichtig, sie nicht zu verdrängen, sondern zu lernen, sie zu verstehen und ins Positive umzuwandeln. Denn Gefühle sind steuerbar: Aus unangenehmen und krank machenden Gefühlen können heilende Gefühle entstehen. Mit vielen verblüffenden Praxisbeispielen und Tipps zeige ich, wie gute Gefühle auch Ihnen zu einem gesunden und erfüllten Leben verhelfen.

Wichtig ist, unsere grundsätzlichen Gefühle zu kennen
Wir haben es mit sechs Grundgefühlen zu tun. Genauer gesagt: mit fünf plus einem Grundgefühl. Die ersten fünf Grundgefühle sind: Trauer, Liebe, Glück, Wut und Eifersucht. Das sechste ist die Angst. Angst ist in der Lage, in Sekundenbruchteilen sehr viel Energie bereitzustellen, um z. B. einer lebensbedrohlichen Situation zu entgehen. Wer Angst zu beseitigen versucht, erlebt noch mehr Angst. Wir müssen sie in unser Leben integrieren, denn unserer Angst verdanken wir zu einem wichtigen Teil genau dieses Leben. Damit Angst nicht die anderen Gefühle verdeckt, kann man trainieren, sie außerhalb des Körpers wahrzunehmen, wie zum Beispiel als ein Käuzchen, das auf der Schulter sitzt und einen beschützt. Biologisch haben diese sechs Gefühle den Sinn, Leben zu entfalten – niemals es zu be- oder verhindern.

Das Gefühl des Glücks hat seinen Sitz in der Mitte des Körpers, am unteren Ende des Brustbeins, unmittelbar oberhalb der Magengrube. Wenn es dort kribbelt und prickelt, geht es uns gut. (©ZERO Werbeagentur, München)

Ein falscher Umgang mit Gefühlen führt zu Krankheiten
Gefühle haben massive Auswirkungen darauf, wie es unseren Organen geht. Viele körperliche Beschwerden, egal ob chronisch oder nicht, bleiben so lange unerklärlich, bis wir auf die ursächlichen Zusammenhänge mit unseren Gefühlen sehen. Wir können Körper und Gefühle nicht voneinander trennen. Ob Herzinfarkt, Augenlidflattern oder Hörsturz, all diese Beschwerden sind Ausdruck eines unausgewogenen Gefühlshaushalts, einer Verdrängung schwieriger Gefühle – die irgendwann unbarmherzig zurückschlagen. Aber der richtige Umgang mit Gefühlen ist erlernbar.

Unangenehme Gefühle sind nützlich
Mehr noch: Sie sind unersetzlich! Und je unangenehmer sie für uns sind, desto eher sind wir bereit, ihre Botschaft zu verstehen und zu reagieren. Genau darin liegt ihre ‚Absicht‘, ihre Funktion im biologischen Sinne. Laufen Sie also vor dem schwierigen Gefühl nicht davon. Es ist auf lange Sicht ausdauernder und schneller als Sie. Sobald es Sie eingeholt hat, setzt es sich vor Sie und bremst Sie aus. Richtiger Umgang bedeutet deswegen auch, für freie Bahn zu sorgen, indem Sie den Verfolger rechtzeitig bemerken und auf einen anderen Weg abbiegen. Wie?  Zum einen können Sie Veränderungen in Ihrem Umfeld herbeiführen, zum anderen Ihre persönliche Einstellung ändern.

Damit Angst nicht die anderen Gefühle verdeckt, empfiehlt es sich zu trainieren, sie außerhalb des Körpers wahrzunehmen. Stellen Sie sich die Angst zum Beispiel als ein Käuzchen vor, das auf Ihrer Schulter sitzt und Sie beschützt. (©ZERO Werbeagentur, München)

Uns geht es immer am besten geht, wenn wir voller Lebensenergie sind.
Ihr Ziel sollte deswegen sein, Energiefresser und unnötige Energieverluste zu vermeiden. Sie sollten also zu einem Energiesparer in eigener (Gefühls-)Sache werden. Das allein würde im Grunde schon reichen, gesund zu bleiben, weil Sie einfach viel mehr (Lebens-)Kraft zur Verfügung hätten. Damit die Sache mit dem Energiesparen gelingt, müssen Sie sich angewöhnen, auf Ihre Gefühle als stets aktive innere Urteilsebene zu hören, genau hinzuschauen und nicht vorschnell zu handeln. Mit achtsamem und abwägendem Handeln nach Zurateziehen der Gefühle können Sie sehr viel Leid im Leben vermeiden.

Mit anschaulichen Problemlösungen in die eigene Kraft kommen
Es ist ein Anliegen dieses Buches, Ihnen Ihre Gefühle so nahe wie möglich zu bringen. Sie werden erkennen, dass Gefühle nach bestimmten Prinzipien funktionieren und daher verstehbar sind. Damit können Sie selbst sehr viel tun, um aus einer passiven Opferrolle heraus in ein kraftvolles, gesundes und vor allem freudvolles Leben hineinzuwachsen.

Prof. Albrecht Hempel (© privat)

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